Als Fotograf:in, Fotomodell oder Veranstalter:in kennt man’s: Ein geplantes Fotoshooting muss abgesagt werden. Das kann aus triftigen Gründen passieren – oder aus Gründen, bei denen man eher schmunzeln muss.
In diesem Artikel zeige ich dir,
- wann es absolut in Ordnung ist, ein Shooting abzusagen,
- wie du das professionell machst,
- und welche Ausreden zwar kreativ, aber eher ins Kuriositätenkabinett gehören.
Valide Gründe, ein Fotoshooting abzusagen
Hier sprechen wir von realistischen, nachvollziehbaren Gründen, die jeder ernsthafte Fotograf oder Model versteht.
1. Krankheit
Klingt banal, ist aber die häufigste Ursache. Wenn du fieberst, hustest oder dich nicht bewegen kannst, ist es besser, das Shooting abzusagen. Deine Gesundheit (und die der anderen) geht vor.
Pro-Tipp für Profis:
Sag frühzeitig Bescheid, idealerweise mit einem Alternativtermin. Das zeigt Verlässlichkeit trotz Absage.
2. Wetterkapriolen (bei Outdoor-Shootings)
Das geplante Strandshooting mit wehenden Kleidern wird schwierig, wenn ein Orkan mit Regenpeitsche angesagt ist.
In dem Fall: Safety first – Kameraausrüstung, Make-up und gute Laune sind wetterempfindlich.
3. Technikausfall
Kamera gestorben. Akku geplatzt. Speicherkarte korrupt.
Wenn die Technik komplett versagt und kein Ersatz greifbar ist, kann ein Shooting nicht sinnvoll stattfinden. Besser absagen, statt halbgaren Murks zu produzieren.
4. Logistische Probleme
Bahnchaos, Autopanne oder ein überraschender Streik – wenn du schlicht nicht zum Shooting kommst, ist das ärgerlich, aber nachvollziehbar. Ehrlichkeit und Kommunikation sind hier das A und O.
5. Private Notfälle
Ob familiäre Notlage oder dringende Verpflichtung – das Leben hat Priorität. Wenn du’s vernünftig erklärst, wird dir niemand einen Strick daraus drehen.
Die nicht ganz so glaubwürdigen Gründe – aber definitiv unterhaltsam
Jetzt wird’s absurd, charmant oder schlicht urkomisch. Hier ein Best-of der kreativsten Ausreden, die du nicht unbedingt bringen solltest (oder vielleicht doch, wenn du es gut verkaufst).
1. „Meine Katze hat heute Geburtstag.“
Und sie hat sich emotional auf mich eingestellt. Da kann ich sie nicht allein lassen. #Prioritäten
2. „Ich hab vergessen, dass ich heute einen Harry-Potter-Marathon angesetzt habe.“
Kunst kommt von Können, nicht von Gryffindor. Aber wer will schon gegen Hogwarts anstinken?
3. „Ich bin im Traum schon beim Shooting gewesen – reicht das nicht?“
Meta-Level erreicht. Das Unterbewusstsein hat’s erledigt. Du schuldest nur noch das RAW-Material aus dem REM-Schlaf.
4. „Meine Aura passt heute farblich nicht zur geplanten Bildstimmung.“
Pastellfarben bei schlechter Aura? Unmöglich. Ich bin raus. #Energiearbeit
5. „Ich kann mein Lieblingsobjektiv nicht finden – es hat sich von mir getrennt.“
Kreative Beziehungskrise. Canon 85mm f/1.2 – du warst mein Ein und Alles.
Wie sage ich ein Fotoshooting professionell ab?
Ob echter Grund oder kreative Notlüge – der Ton macht die Musik. Hier einige Tipps für eine professionelle Absage:
- So früh wie möglich absagen – je mehr Vorlauf, desto besser.
- Ehrlich kommunizieren – keine schwammigen Ausflüchte.
- Alternativtermin vorschlagen – zeig dein Interesse an Zusammenarbeit.
- Entschuldigung mit Fingerspitzengefühl – Respekt ist keine Einbahnstraße.
- Optional: etwas Humor einbauen – solange das Verhältnis stimmt.
Fazit: Absagen ist okay – aber bitte mit Stil
Ein Fotoshooting abzusagen ist keine Todsünde. Es gehört zur Realität eines kreativen Berufslebens dazu. Wichtig ist der respektvolle Umgang miteinander. Ob du nun vom Wettergott sabotiert wirst oder dein Hund ausgerechnet heute Astrologie studieren will – ein bisschen Menschlichkeit schadet nie.
In diesem Sinne: Bleib professionell – oder wenigstens originell.