Best-Friends-Shooting in München & Olching: Freundinnen-Fotos jenseits vom Selfie

Es gibt eine Sorte Bild, die jeder kennt: drei beste Freundinnen in einer Bar, das Selfie ist halb verwackelt, das Licht ist gelb-orange, eine schaut nicht in die Kamera. Trotzdem wird das Bild zehn Jahre später aufgehoben, weil es einen Moment einfängt. Best-Friends-Shootings sind dasselbe in absichtlich — Bilder, die die Freundschaft dokumentieren, aber mit Licht, Komposition und einer Atmosphäre, in der ihr euch wiederfindet, statt euch zu inszenieren.

In den letzten Jahren werden diese Shootings in München und Umgebung immer häufiger gebucht. Manchmal als Geburtstagsgeschenk an eine Freundin. Manchmal vor einem JGA, bevor jemand heiratet und sich die Konstellation verschiebt. Manchmal einfach, weil zwei Frauen seit zwanzig Jahren befreundet sind und sich überlegen, dass sie kein einziges gemeinsames Bild haben, das nicht aus dem Handy stammt.

Dieser Beitrag erklärt, wie ein Best-Friends-Shooting praktisch funktioniert, worauf ihr bei der Planung achten solltet, welche Locations in der Region Olching, Fürstenfeldbruck und München sich anbieten und was so ein Shooting von einem normalen Portrait unterscheidet.

Wer macht so ein Shooting?

Aus meiner Praxis: Zwei bis vier Frauen. Drei ist der häufigste Zahl. Vier Frauen funktionieren noch gut, ab fünf wird die Bildplanung schwierig, weil jeder Mensch im Bild Aufmerksamkeit braucht.

Das Alter ist erstaunlich gemischt — ich habe Shootings mit 24-jährigen Freundinnen vor dem JGA gemacht, mit 38-Jährigen zum gemeinsamen Geburtstag, und mit zwei Frauen Ende 50, die einander seit der Grundschule kennen. Es gibt kein „richtiges“ Alter dafür.

Was alle gemeinsam haben: Eine Freundschaft, die sich gerade an einer Wegmarke befindet. Eine heiratet. Eine zieht um. Eine wird Mutter, die andere fragt sich, ob sie das auch will. Ein gemeinsamer 30. Geburtstag. Diese Momente sind die Auslöser. Und genau diese Bilder werden später am häufigsten aus der Schublade geholt.

Was so ein Shooting von einem Einzel-Portrait unterscheidet

Drei Sachen sind anders.

Erstens, die Dynamik. Beim Einzel-Portrait konzentriere ich mich auf eine Person, ihre Mimik, ihre Bewegung. Beim Best-Friends-Shooting geht es um die Interaktion. Wer lacht über wen? Wer hält die andere am Arm? Welche zwei stehen automatisch nebeneinander, welche zwei eher nicht? Diese Mikro-Beziehungen sind das, was ein gutes Freundinnen-Bild ausmacht.

Ein guter Fotograf inszeniert das nicht. Er gibt euch Bewegungsanlässe („geh hin zur Brücke, schaut, wer als erste da ist“) und fotografiert dann, was zwischen euch passiert. Posierte Bilder mit Arm-in-Arm-Lächeln gibt es auch, aber sie sind nicht der Kern.

Zweitens, die Atmosphäre lockerer. Wenn drei Freundinnen zusammen vor einer Kamera stehen, ist die Anspannung viel geringer als allein. Ihr beruhigt euch gegenseitig, lacht über die ersten Posen, vergesst nach zehn Minuten, dass eine Kamera dabei ist. Das ist auch der Grund, warum Best-Friends-Shootings für Frauen, die zum ersten Mal vor einer Kamera stehen, oft der entspannteste Einstieg sind.

Drittens, die Bildauswahl ist anders. Statt 25 Bildern einer Person bekommt ihr meistens 30 bis 40 Bilder mit unterschiedlichen Konstellationen. Alle drei zusammen. Jede einzeln. Zwei und zwei in verschiedenen Paarungen. Eine im Vordergrund, zwei im Hintergrund. Das gibt euch nachher viele Auswahl-Optionen für unterschiedliche Verwendungen.

Locations, die im Raum Olching und München funktionieren

Die Amper und der Olchinger Auwald

Mein Favorit für entspannte Outdoor-Shootings. Die Amper bei Geiselbullach hat mehrere ruhige Stellen mit Wasser, Brücken und alten Bäumen. Im Frühling grün, im Herbst gold. Ab April bis Anfang Oktober gut zu nutzen. Wer dort spazieren geht, trifft selten andere Spaziergänger — perfekte Ruhe für ein Shooting.

Klostergelände Fürstenfeldbruck

Wenn ihr eine etwas eindrucksvollere Kulisse wollt, ohne in die Münchner Innenstadt zu fahren. Alte Mauern, Bögen, Bäume, ein Garten dahinter. Klappt besonders gut für Shootings mit etwas formellerem Look — Mantel, Stiefel, Wollstoffe im Herbst.

München Westend oder Glockenbach

Für urbane Looks. Backsteinmauern, Graffiti-Wände (wenn ihr es mögt), Cafés mit großen Fenstern, schmale Gassen. Das ist die Wahl, wenn ihr ein Shooting wollt, das nicht „Land-Idyll“ aussieht, sondern Stadt-Energie hat.

Bei einer von euch zuhause

Wer eine schöne Wohnung mit gutem Tageslicht hat, kann das gemeinsame Shooting auch dort machen. Sofa, Küche, Bett — alles Orte, an denen ihr sowieso oft zusammen seid. Die Bilder werden persönlicher als alles, was in einer Standard-Location entstehen kann.

Studio in Olching

Wer es ruhiger und kontrollierter mag, geht ins Studio. Vor allem im Winter, bei Regen oder wenn ihr klare, reduzierte Bilder wollt. Studio-Shootings für zwei bis drei Frauen sind technisch einfach und logistisch entspannt.

Outfit-Planung für die Gruppe

Drei Optionen, die meistens gut funktionieren.

Farbkonzept ohne Identik. Ihr einigt euch auf eine Farbpalette — zum Beispiel Erdtöne (Beige, Tabak, Olive, Rost) oder Schwarz-Weiß-Grau. Innerhalb dieser Palette zieht jede an, was zu ihr passt. Das gibt ein Bild, das stimmig ist, ohne dass ihr wie Drillinge aussieht.

Stil-Konzept ohne Farbkonsens. Alle in lässig (Jeans, Strick), alle in formell (Wollmäntel, Schals), alle in sommerlich (helle Kleider, Sandalen). Hier ist die Stil-Linie das verbindende Element, nicht die Farbe.

Bewusst unterschiedlich. Jede in ihrem eigenen Look. Funktioniert gut, wenn die Persönlichkeiten sehr unterschiedlich sind und das Bild das auch erzählen soll. Risiko: kann unruhig wirken, wenn die Stile zu krass auseinandergehen.

Was nicht funktioniert: alle das gleiche T-Shirt. Außer es ist gewollt-ironisch (z.B. JGA-Shirts), wirkt es schnell wie ein billiger Werbe-Stil.

Für die individuelle Outfitberatung gilt das, was im „Outfit fürs Fotoshooting“-Beitrag steht. Gedeckte Farben, fließende Stoffe, keine großen Logos.

Wie ihr euch auf das Shooting vorbereitet

Drei Tage vorher: Outfit-Absprache. Telefonkonferenz oder Sprachnachricht-Kette in eurer Whatsapp-Gruppe. Wer trägt was, wer hat was noch zu kaufen.

Zwei Tage vorher: Ablauf besprechen. Wo trefft ihr euch? Wer fährt? Wer übernimmt was? Plant eine Stunde vor dem Termin gemeinsamen Kaffee ein, damit ihr nicht gestresst ankommt.

Am Tag selbst: Etwas früher als vereinbart treffen. Locker werden, vor dem Shooting kurz lachen, dann zum Treffpunkt mit dem Fotografen. Ich plane immer 15 Minuten Anfangs-Gespräch ein, damit ihr ankommt.

Wer das Thema „Nervosität“ zum ersten Mal hört, findet in „Erstes Fotoshooting: So überwindest du Nervosität“ mehr Hintergrund. Bei Best-Friends-Shootings ist das Thema meist deutlich kleiner, weil ihr nicht allein vor der Kamera steht — aber für die eine, die noch nie vor einer Kamera war, lohnt sich der Beitrag trotzdem.

Was so ein Shooting kostet

Best-Friends-Shootings sind im Preis vergleichbar mit erweiterten Portrait-Shootings. Eine Stunde an einer Location mit 20 bis 30 bearbeiteten Bildern liegt im mittleren Bereich (zwischen Portrait und Boudoir). Wer mehrere Locations möchte (ein Stück Outdoor, ein Stück Café, ein Stück Studio) zahlt entsprechend mehr.

Genaueres steht in „Was kostet ein Fotoshooting in München?“ — dort sind alle Preis-Bandbreiten und Nebenkosten transparent aufgelistet.

Ein praktischer Hinweis: Best-Friends-Shootings werden meistens gemeinsam bezahlt. Wer es als Geschenk machen will (z.B. eine zahlt, die anderen werden eingeladen), sollte das vorher klar absprechen — vor Ort wird es sonst schnell unangenehm.

Drei Fragen, die mir oft gestellt werden

Was, wenn eine von uns nicht so fotogen ist?

Das ist kein Problem. Best-Friends-Shootings funktionieren nicht über Einzelschönheit, sondern über Stimmung. Die „weniger fotogene“ Freundin sieht am Ende oft auf den Gruppen-Bildern besser aus als auf jedem Selfie, weil sie nicht versucht, eine Pose zu treffen, sondern einfach lacht.

Können wir auch Bilder bestellen, die nur einzelne von uns zeigen?

Ja, das ist Standard. Ihr bekommt eine Mischung aus Gruppen- und Einzel-Bildern. Wer ein paar reine Solo-Portraits will, sagt das im Vorgespräch — ich plane einen kurzen Solo-Block pro Person ein, ohne dass das den Gesamtablauf sprengt.

Können wir auch sinnliche Bilder dazu machen?

Theoretisch ja, aber das überlasse ich dann eher dem Einzeltermin. Ein Best-Friends-Boudoir ist ein eigenes Konzept (manche Frauen buchen das als Bachelorette-Erlebnis) und braucht eine andere Vorbereitung. Wenn euch das interessiert, sprecht es im Erstgespräch konkret an.

Zum Schluss

Best-Friends-Bilder altern besser als die meisten anderen Fotos in eurem Leben. Sie sind nicht so emotional aufgeladen wie Hochzeitsbilder, nicht so körperfokussiert wie Boudoir, nicht so persönlich wie Babybauch. Sie sind eine schlichte Dokumentation einer Beziehung, die euch wichtig ist. Genau das macht sie zu den Bildern, die ihr in zehn Jahren ohne Pathos rausholt und denkt — ach ja, so waren wir damals.

Wer den Rahmen für so ein Shooting komplett verstehen will (Ablauf, Kosten, Locations, Outfits, Nervosität), findet ihn im Komplett-Guide für Fotoshootings in München und Olching. Für die Portrait-spezifische Planung lohnt sich „Portrait Shooting für Frauen richtig planen“ als zusätzliche Lektüre.

Wenn ihr ein Datum im Kopf habt, schreibt mir einfach. Ich melde mich meistens innerhalb von 24 Stunden zurück, und das Erstgespräch ist kostenlos.

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